2011
02.05

Samstag Mittag, 11:30 Uhr, Postamt Hombruch. Geöffnet seit 09:00 Uhr, Schlange bis draußen, zwei Schalter besetzt. Beamte stempeln, kassieren, geben Marken aus, alles in nervenzehrender Zeitlupe. Nach 20 Minuten Wartezeit, es geht kaum vorwärts, kommt eine weitere Mitarbeiterin angeschlendert, sie hatte Pause. Ihre Kollegin freut sich, schließt im Gegenzug prompt ihren Schalter, nimmt  jetzt ihre Auszeit. Die Schlange geht immer noch bis draußen. Um 12:20 Uhr verriegelt der Filialleiter rigoros die Eingangstür, bleibt dort stehen. Er lässt nur noch Kunden raus, keinen mehr rein. Man möchte pünktlich um 12:30 Uhr Feierabend machen.

Anschließend in die Buchhandlung ein paar Meter weiter. Ebenfalls knallvoll. Kurzes Gespräch an der Kasse, heranhastende Verkäuferin will gern Pause machen. Ihr Kollege, mit flinken Händen weiter kassierend: „Ich arbeite auch schon seit 09:00 Uhr durch, aber es ist gerade so voll, lass uns warten, bis wir weniger Kundschaft haben, dann gehen wir zusammen.“ Sie haben ja auch noch Zeit, sie schließen erst um 16 Uhr.

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