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Unten noch ein taufrischer Artikel der RP online. Dass die NRW-Sozis auf diese Weise versuchen, das von ihrem Koalitionspartner “Die Grünen” geforderte generelle Tempolimit durch die “kalte Küche” einzuführen, wundert mich nicht. Dass Frau Kraft sich in einem Satz sowohl für als auch gegen allgemeine Tempolimits ausspricht, ebenfalls nicht. Ich erinnere nur an ihre Aussagen zu Berlin/Düsseldorf bei Markus Lanz.
Aber dass sich dieser Herr Harry K. Voigtsberger ausgerechnet die beiden einzigen mangels Tempolimit staufreien Autobahnabschnitte aussuchen, nur um mich zu ärgen, weil sie wissen, dass ich da jeden Tag herfahren muss – das geht zu weit! Soll der Herr “K.” (Kenntnisfrei? Kollision?) doch die Strecke von Eynatten-Raeren in Belgien, wo er lebt, nach Düsseldorf nehmen – auf der A44 und A61 hat er rund 90 Kilometer, wo er (bzw. sein Fahrer, natürlich) täglich im Selbstversuch Tempo 100 testen kann.
Östliches Ruhrgebiet betroffen
NRW plant Feldversuch zu Tempolimits
VON GERHARD VOOGT – zuletzt aktualisiert: 28.03.2012 – 16:28
Düsseldorf (RPO). Die rot-grüne Landeregierung will jetzt testen, ob sich Unfallzahlen, Emissionen und die Lärmbelästigung durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung reduzieren lassen. Geplant ist ein Feldversuch im östlichen Ruhrgebiet.
NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger plant einen Feldversuch zur Wirkung von Tempolimits in NRW. „Ich verspreche mir von der Untersuchung neue, gesicherte Fakten“, sagte Voigtsberger. „Wie viel Lärmreduzierung lässt sich erreichen? Wird der Verkehr sicherer, gibt es weniger und weniger schwere Unfälle? Wird der Verkehrsfluss homogener und dadurch weniger stauanfällig? Wie viel Kraftstoff und damit CO2 lässt sich einsparen?“
Die Ergebnisse der Studie sollen dazu dienen, „fundierte Grundlagen für notwendig werdende Änderungen der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften und/ oder der geltenden Regelwerke zu erhalten“, heißt es in einer Erklärung des NRW-Verkehrsministeriums.
Darüber sei zu ermitteln, ob und in welchem Umfang sich durch Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen in Ballungsräumen Unfälle durch besonders schnell fahrende Einzelfahrzeuge vermeiden lassen und der Verkehrsfluss verbessert werde.
Der Feldversuch soll vorrangig im Bereich der A45 zwischen dem Kreuz Dortmund-Nordost und dem Kreuz Dortmund-Witten und der A44 im Bereich Dortmund-Persebeck erfolgen. Untersucht werden sollen neue Tempolimits von 130, 120 und 100 Km/h.
Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Düsseldorfer Landtag, Arndt Klocke, hatte gegenüber unserer Redaktion die Forderung nach einem generellen Tempolimit von 120 Stundenkilometern in NRW erhoben und sich für eine Bundesratsinitiative zur Einführung von Tempo 120 in Deutschland stark gemacht.
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sagte gegenüber der “Westdeutschen Allgemeinen zeitung” dazu, dort, wo die Lärmbelästigung zu hoch sei oder der Schutz vor Unfällen verbessert werden müsse, sei „Tempobegrenzung richtig“. Ein allgemeines Tempolimit sei jedoch „nicht Position der SPD”, so Kraft. In NRW gebe es ohnehin nur wenige Stellen, an denen man angesichts des dichten Verkehrs schneller als 120 Stundenkilometer fahren könne.

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